Erdogan und Assad
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Nach der US-Drohung mit einem Angriff auf Syrien hat sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan in die Krise eingeschaltet und vor einer weiteren Eskalation gewarnt. Erdogan telefonierte am Donnerstag nach Angaben der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu mit Kremlchef Wladimir Putin, nachdem er am Vorabend bereits mit US-Präsident Donald Trump gesprochen hatte.

Vor dem Gespräch mit Putin hatte Erdogan bei einer Veranstaltung in Ankara gesagt, er wolle darüber beraten, «wie wir dieses chemische Massaker gemeinsam stoppen können». Erdogan griff erneut Syriens Präsidenten Baschar al-Assad an, den er für Chemiewaffenangriffe verantwortlich machte und erneut einen «Mörder» nannte.

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Erdogan kritisierte, «dass manche Länder Syrien regelrecht in ein Gebiet fürs Armdrücken verwandeln». Wegen dieses «Theaters», das in Syrien gespielt werde, sei die Welt «der größten Bedrohung der jüngsten Zeit» ausgesetzt. Die Türkei unterstützt in Syrien Rebellen, Russland und der Iran die Assad-Regierung. Trotz der gegensätzlichen Positionen engagiert sich Erdogan gemeinsam mit Putin und dem iranischen Präsidenten Hassan Ruhani für eine Lösung in Syrien.

Erdogan will nicht auf Kooperation mit dem Westen verzichten

«Diejenigen, die das Regime des Mörders Assad unterstützen, begehen einen Irrtum», sagte Erdogan. «Genauso, wie es falsch ist, das Regime zu schützen, das mit chemischen und konventionellen Waffen das eigene Volk angreift, genauso falsch ist es zu versuchen, Syrien mithilfe von Terrororganisationen zu teilen.» Die Türkei werde weiter militärisch gegen die YPG in Nordsyrien vorgehen und jeden einzelnen «Terroristen» eliminieren.

Erdogan sagte, trotz der Zusammenarbeit mit Moskau und Teheran wolle der Nato-Partner Türkei nicht auf die Kooperation mit dem Westen verzichten. «Die Beziehungen, die wir zu Ländern wie Russland, dem Iran oder China aufgebaut haben, sind keine Alternative zu unseren Beziehungen zum Westen. Ganz im Gegenteil. Sie sind eine Ergänzung.»

 

dpa/dtj
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