ARCHIV-Foto: -/Pool Presidential Press Service/AP/dpa

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat einen Einsatz türkischer Truppen in der einzigen noch von Rebellen beherrschten nordsyrischen Provinz Idlib angekündigt. Das türkische Militär werde «innerhalb der Grenzen Idlibs tätig sein, die russischen Streitkräfte außerhalb der Grenzen», sagte Erdogan laut dem Nachrichtensender Habertürk während seiner Rückkehr aus dem Iran am Donnerstag vor Journalisten. In Idlib soll eine Deeskalationszone entstehen, in der die Kämpfe ruhen.

Russland und die Türkei hatten zuvor angekündigt, die Zusammenarbeit ihrer Diplomaten, Militärs und Geheimdienste im syrischen Bürgerkrieg weiter zu verstärken. Geplant ist auch die Einrichtung von vier Deeskalationszonen in Syrien, die Mitte September bei Verhandlungen in Astana in Kasachstan vereinbart worden war. Idlib wäre die größte dieser Schutzzonen.

Erdogan zu Irak: Türkei wird Schritte unternehmen!

Zu dem umstrittenen Unabhängigkeitsreferendum der Kurden im Irak sagte Erdogan, dass die Türkei «Schritte» unternehmen werde. «Unsere Gespräche mit dem Irak und dem Iran laufen noch. Was auch immer für Schritte nötig sind, werden unternommen. Auch für Kirkuk werden wir welche setzen, genauso wie für Mossul», sagte Erdogan.

Wie die irakische Zentralregierung sind auch die Nachbarländer Türkei und Iran gegen das Referendum. Erdogan drohte den Kurden im Nordirak mit einem Ende ihres Ölexports über sein Land und mit einer Militärintervention. Die Türkei und der Iran befürchten Auswirkungen auf die Autonomiebestrebungen der Kurden in ihren eigenen Ländern.

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dpa/dtj