Die türkische Armee hat bei einer Operation gegen die Terrororganisation PKK außerhalb der Landesgrenzen Dutzende Terroristen getötet. „Auch diese Nacht hatten wir grenzübergreifende Operationen, mehr als 30 Terroristen sind dort getötet worden“, sagte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu am Dienstag in Ankara im Rahmen seines mittlerweile traditionellen Treffens mit den Gemeindevorstehern. Genauere Angaben zur Art und zum Ort der Operation machte er nicht.

Die türkische Armee fliegt seit Ende Juli regelmäßig Luftangriffe gegen PKK-Stellungen im Nordirak und in der Türkei. Die PKK verübt wiederum Terroranschläge und liefert sich fast täglich Gefechte mit Sicherheitskräften im Südosten der Türkei. Anfang September stießen türkische Bodentruppen zudem kurzfristig in den Nordirak vor, um PKK-Terroristen zu verfolgen. Kurz zuvor hatte das türkische Parlament eine Verlängerung des Mandats für Militäreinsätze in Syrien und im Irak beschlossen.

Erdoğan kündigte an, dass die Armee weiter gegen die PKK vorgehen wird. An seine Zuhörer gerichtet sagte er: „Sie (die PKK) wird jetzt wohl eine Weile so weitermachen. Aber lasst euch gesagt sein, dass das ihre letzten Zuckungen sind.“

Es gebe Leute, die ihm die Verantwortung für den Terror geben wollten. Das könne er so nicht stehen lassen, so der türkische Präsident. „Es wird deutlich, dass Staatsbeamte die Ereignisse im Südosten nur unzureichend oder falsch gedeutet haben. Dies hat zu einer Sicherheitslücke geführt“.

Bislang starben fast 150 Polizisten oder Soldaten bei den Terroranschlägen der PKK. (dpa/dtj)