Der Konflikt zwischen dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan und dem muslimischen Prediger Fethullah Gülen könnte am Freitag um eine Anekdote reicher werden.

Nach Informationen der türkischen Nachrichtenseite Haberdar wurde der in den USA lebende Gülen ebenso wie Erdoğan zur Beerdigung von Muhammad Ali eingeladen. Der mehrmalige Boxweltmeister war vergangene Woche verstorben.

Ob Gülen tatsächlich an der Beerdigung teilnehmen wird, ist zur Stunde nicht bekannt. Erdoğan ist hingegen bereits auf dem Weg in die USA.

Das Zerwürfnis zwischen den beiden wurde im Laufe des Jahres 2013 immer offensichtlicher und erreichte seinen ersten Höhepunkt mit den Korruptionsermittlugen im Dezember 2013, für die Erdoğan die Bewegung des Predigers verantwortlich macht. Dieser weist alle Vorwürfe entschieden zurück.

Seitdem werden Anhänger der Bewegung in der Türkei verfolgt, Tausende wurden bereits verhaftet und enteignet. Eine Beruhigung der Lage ist nicht abzusehen.