Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hat verfügt, dass Stadien in der Türkei künftig nicht mehr «Arena» heißen dürfen. Er habe dem Sportminister eine entsprechende Anordnung erteilt, sagte Erdoğan am Freitag vor Absolventen religiös geprägter Imam-Hatip-Schulen in Istanbul. Der Staatspräsident verwies zur Begründung auf die Rolle von Arenen im alten Rom, in denen Menschen um ihr Leben kämpfen mussten und «zerfleischt» wurden.

Erdogan sprach in dem nach ihm benannten Recep-Tayyip-Erdoğan-Stadion in Kasimpasa, seinem Istanbuler Heimatviertel. «Das hier ist keine Arena, sondern ein Stadion. Ich bin gegen Arenen», sagte er. «In unserer Sprache gibt es so etwas nicht.»

15 Arenen betroffen

Betroffen sind 15 große Stadien in der Türkei: Etwa die Vodafone-Arena und die Türk-Telekom-Arena in Istanbul, die Heimat der Erstliga-Fußballclubs Besiktas beziehungsweise Galatasaray sind. Erdoğan hatte viele dieser Stadien persönlich eingeweiht. Betroffen ist auch die Ankara-Arena in der Hauptstadt, wo Erdoğans AKP noch am vergangenen Sonntag ihren Sonderparteitag abhielt.

 

Einige der neuen türkischen Arenen. (Quelle: YouTube/ Elapro)

 

dpa/dtj