Bei seinem Besuch in den USA muss der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan erneut mit Schwierigkeiten kämpfen. Während der türkische Präsident auf einer Veranstaltung zu der muslimischen Community in den USA sprach, wurde der Auftritt durch lautstarke Proteste unterbrochen. Auf der, durch die Turkish American Steering Committee organisierten Bühnenveranstaltung, drangen Demonstranten in den Saal ein und brüllten auf Englisch „Get our of here!“, auf Deutsch „Hau ab!“. Auf den T-Shirts waren das auf gelbem Hintergrund ein Konterfei einer Person zu sehen, aber nicht eindeutig zu identifizieren. Vermutlich handelt es sich dabei aber um den Anführer der Terrororganisation PKK, da sie in der Regel das Abbild Öcalans auf gelbem Hintergrund platzieren.

Während der sichtlich schockierte türkisch Staatspräsident die Zusammenhänge einzuordnen und die Unruhestifter zu identifizieren versuchte, haben Menschen im Saal die Demonstranten gewaltsam aus dem Saal gezerrt. Dabei kam es auch zu Fausthieben, die die Demonstranten im Gesicht trafen. Noch ist unklar, ob die Gewaltanwendung auf die Kappe von Erdogans Leibwachen gezählt werden, oder ob es sich bei den Schlägern sogar möglicherweise um Mitglieder von AKP-Lobbyvereinen, oder um einfache Befüworter des türkischen Staatspräsidenten handelt.

Im Vorfeld dieses Besuches des türkischen Staatspräsidenten gab es große Streitigkeiten, da es auch bei dem Besuch zuvor zu erheblichen Gewaltausbrüchen zwischen PKK-Sympathisanten und Erdogans Sicherheitsleuten kam. Der Zwischenfall hatte schwere Konsequenzen. Gegen rund 30 Leibwächter des türkischen Staatspräsidenten wurden in den USA Ermittlungen aufgenommen und die Waffenlieferung an die Sicherheitsleute des türkischen Staatspräsidenten im Wert von 1,2 Millionen Dollar unterbunden. Der Vorfall im Mai sorgte für internationale Aufregung, nachdem sämtlich US-Medien das Thema wochenlang problematisierten.

[paypal_donation_button]