Rauchen ist ungesund, darin ist man sich mittlerweile einig. Dennoch lag der Pro-Kopf-Verbrauch von Zigaretten der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen zufolge im Jahr 2013 bei 996 Stück pro Einwohner. Im gleichen Jahr lagen demnach die Ausgaben für Tabakwaren in Deutschland bei 24,33 Mrd. Euro, der Umfang der vom Staat eingenommenen Tabaksteuer bei 14,129 Mrd. Euro.

Um ihren Absatz in Deutschland stabil zu halten, investierte die Tabakindustrie allein im Jahre 2011 ca. 200 Mio. Euro in Werbeaktionen. Laut der „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ vom Robert Koch-Institut rauchen etwa 33% der 18- bis 79-jährigen Männer und 27% der gleichaltrigen Frauen in Deutschland. Im Tabak können sich sich viele krankheitserregende Inhaltsstoffe befinden, darunter Teer, Schwermetalle, Nickel und Benzol. Oft sind es krebserregende Stoffe. An den Folgen des Rauchens sterben in Deutschland jährlich über 100.000 Menschen.

In den letzten Jahren gibt es neben der Diskussion über die gesundheitlichen Folgen des Rauchens auch die Diskussion, ob es bei der Verarbeitung von Tabak auch Zutaten verwendet werden, die gegen die Vorschriften verschiedener Religionen verstoßen. Insbesondere Muslime Juden und Vegetarier sollen davon betroffen sein.

Die niederländische Künstlerin Christien Meindertsma hat in ihrem Buch “Pig 05049“ Zigaretten und andere Tabakprodukte untersucht und ist dabei darauf gestoßen, dass bei der Produktion von Zigarettenfiltern Schweineblut verwendet wird. Seit dem Erscheinen des Buches im Jahre 2007 hatten vor allem britische und amerikanische Medien ausführlich darüber berichtet, doch das Thema macht sich derzeit erneut in den sozialen Medien breit. Grund dafür ist unter anderem, dass in der ZDF-Sendung „Rach tischt auf“ das Thema aufgegriffen wurde und auch hier von einer Verwendung von Schweineblut die Rede ist. Bis jetzt haben die Tabakkonzerne keine zufrieden stellende Erklärung dazu vorgelegt, was die Spekulationen fördert.

Hier gehts zum Videobeitrag von „Rach tischt auf„.