Palästinensischen Medienberichten zufolge beschränkten israelische Sicherheitskräfte am Morgen den Zugang zum Tempelberg für Muslime. Unter anderen sei 500 Schülern von Schulen auf dem Tempelberg der Zutritt verweigert worden. Bereits am Freitag hatte Israel den Zugang zum Tempelberg und zur Al-Aksa-Moschee auf Männer über 40 Jahre beschränkt. Zahlreiche Muslime verrichteten daraufhin ihr Freitagsgebet in umliegenden Straßen der Jerusalemer Altstadt.

In Jerusalem war es daraufhin am Sonntag am Tempelberg zu Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften gekommen. Israelische Medien berichteten unter Berufung auf Polizeiangaben, Dutzende palästinensische Jugendliche hätten Steine und Feuerwerkskörper auf Sicherheitskräfte geworfen. Mindestens ein Palästinenser wurde den Berichten zufolge verletzt.

Bereits Ende letzten Februar erhielten Männer unter 50 Jahren keinen Zutritt zum Tempelberg. Die offizielle Begründung dafür war, dass so Zusammenstöße zwischen Gläubigen und Sicherheitskräften verhindert werden sollten. Die Zahl der israelischen Einsatzkräfte in der Jerusalemer Altstadt wurde außerdem erhöht.

Einem Bericht der Zeitung „Haaretz“ vom Juli 2013 zufolge ist ein überraschend großer Anteil von 30 Prozent der israelischen Juden für den Wiederaufbau des historischen jüdischen Tempels in Jerusalem. (KNA/dtj)