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Erst Corona, jetzt Krieg: Türkische Reisebranche schraubt Erwartungen zurück

2022 sollte eigentlich den Neuanfang für den türkischen Tourismus markieren. Die Reisebranche rechnete wieder mit Zahlen wie vor der Pandemie. Doch daraus wird wahrscheinlich nichts. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine wird sich Experten zufolge stark auf den Tourismus in der Türkei auswirken

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Von dtj-online12. Mai 2022
2 Min. Lesezeit
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2022 sollte eigentlich den Neuanfang für den türkischen Tourismus markieren. Die Reisebranche rechnete wieder mit Zahlen wie vor der Pandemie. Doch daraus wird wahrscheinlich nichts. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine wird sich Experten zufolge stark auf den Tourismus in der Türkei auswirken. Von zu Jahresbeginn prognostizierten sieben Millionen russischen Touristen erwarte man nun nur drei Millionen, sagte Mehmet İşler, stellvertretender Vorsitzender des türkischen Hotelierverbandes (Türofed), am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. 2021 zählte die Türkei 4,7 Millionen russische und 2 Millionen ukrainische Touristen. Die türkische Tourismus-Branche, in den vergangenen zwei Jahren durch die Corona-Pandemie ohnehin getroffen von ausgebliebenen Besuchern, hatte in diesem Jahr auf Erholung gehofft. Die Türkei steckt außerdem in einer Wirtschaftskrise, die mit starken Preiserhöhungen einhergeht – was auch den Geldbeutel vieler Urlauber in dem Land schmälert. Die meisten Touristen kamen 2021 aus Russland in die Türkei. Ukrainer machten nach deutschen Touristen die drittgrößte Gruppe aus. Anreize für Touristen aus anderen Ländern "Die Branche bemüht sich jetzt, mit Rabatten und anderen Anreizen, Besucher aus anderen Teilen der Welt anzulocken", sagte Ali Onaran, Vorsitzender des Reiseveranstalters Prontotour. Die bei Touristen beliebte Region Antalya, wo man in diesem Jahr 15 Millionen Besucher erwartet habe, werde wohl stark von ausbleibenden russischen und ukrainischen Touristen getroffen werden. Der türkische Tourismus-Minister Nuri Ersoy hatte für dieses Jahr ein Einnahmenziel von gut 33 Milliarden Euro genannt – etwa so viel wie vor Beginn der Pandemie. Branchenvertreter aber schätzen, dass die Einnahmen 29 Milliarden Euro nicht übersteigen dürften.

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