Der Gewichtheber Daniyar İsmayilov hat bei den derzeit stattfindenden Olympischen Spielen in Brasilien die erste Medaille für die Türkei geholt. Der 24-Jährige gewann in der 69-Kilo-Klasse die Silbermedaille.

Beim in Riocentro veranstalteten Wettbewerb schaffte er beim Reißen im ersten Versuch 156, im zweiten 160 und im dritten 163 kg. Beim Stoßen waren es 181, 185 und schließlich 188 kg.

Mit den insgesamt 351 Kilogramm schaffte es der aus Turkmenistan stammende Sportler aufs Podest und musste sich nur dem Chinesen Shi Zhiyong geschlagen geben, der auf 352 kg kam. Bronze holte der Kasache Izzat Artykov mit  339 kg.

Motiviert durch die Bilder des 15. Juli

In der anschließenden Pressekonferenz erklärte İsmayilov, dass ihn der Widerstand des türkischen Volkes gegen den Putschversuch in den Vorbereitungen enorm motiviert habe: „Als ich sah, wie sich die Menschen den Panzern entgegenstellten, war es für mich nicht schwer, diese Gewichte zu stemmen.“

Er sei sehr traurig, dass es nicht für Gold gereicht habe, werde aber nun daran arbeiten, bei den nächsten Olympischen Spielen ganz vorne zu landen.

Es war nach zwölf Jahren Durststrecke die erste Medaille, die ein türkischer Sportler beim olympischen Gewichtheben erringen konnte.

Die Spiele in Rio dauern noch bis zum 21. August an. Im Vergleich zu 2012 schneidet die Türkei, die in Brasilien durch 103 Sportler vertreten wird, bisher enttäuschend ab. Damals in London gewann die türkische Mannschaft zwei Mal Gold, zwei Mal Silber und ein Mal Bronze und landete im Klassement am Ende auf dem 32. Rang.