epa05656742 FC Barcelona players, Brazilian midfielder Rafinha (L) and Turkish midfielder Arda Turan (R) attend their team's training session at the Joan Gamper sport facilities in Sant Joan Despi, near Barcelona, northeastern Spain, 02 December 2016. FC Barcelona will face Real Madrid in El Clasico, the Spanish Primera Division soccer match on 03 December 2016. EPA/ALEJANDRO GARCIA +++(c) dpa - Bildfunk+++

Es ist wohl das Spiel, das die Fans in aller Welt am meisten elektrisiert: Barça gegen Real. Heute ist es wieder soweit, zum 265. Mal treten beide Teams zum Classico an.

Mit dabei ist Arda Turan. Beim türkischen Nationalspieler, der mit einer schwachen letzten Saison und einer enttäuschenden EM eine schwere Zeit hinter sich hat, geht es wieder bergauf. In dieser Spielzeit gehört er zur erweiterten Stammelf und glänzte besonders zu Saisonbeginn. Auch gehörte er zuletzt wieder zu den berufenen Nationalspielern, nachdem ihn Coach Fatih Terim mehrere Monate nicht berücksichtigt hatte.

Arda ist heiß – und das lässt er auch den heutigen Gegner spüren. Am gestrigen Freitag wurde das überdeutlich. Als langjähriger Spieler von Atletico Madrid und Derby-Gegner von Real weiß er ohnehin, was heute auf dem Spiel steht: „Wir sind die bessere Mannschaft und wissen, dass wir unschlagbar sind, wenn wir so spielen, wie wir spielen können. Ich bin sehr guter Dinge vor diesem Classico.“

Arda will Real offenbar vom Platz fegen

Er will nicht nur der erste Türke sein, der je in einem Match zwischen Barcelona und Real Madrid mitwirken durfte. Heute will er auch sein erstes Classico-Tor machen. So unwahrscheinlich ist es nicht, dass er trifft – geht man zumindest davon aus, welche Ergebnisse ihm scheinbar vorschweben. „Es ist traumhaft. Ich hätte gerne schon bei dem 6:2 (in 2009, Anm.d.Red.) oder dem 5:0 (in 2010, Anm.d.Red.) für Barça gespielt. Das waren besondere Partien“, nahm er den Mund auffällig selbstbewusst voll.

Ob es heute auch eine besondere Partie wird, hängt auch von Arda ab. Barça ist als Zweiter mit sechs Punkten auf Primus Real eigentlich auf einen Sieg angewiesen. Bei so viel Motivation ist davon auszugehen, dass Coach Luis Enrique von Anfang an auf den türkischen Ausnahmekönner setzen wird. Auch Stratege Andres Iniesta ist fit und lässt Enrique zuversichtlich auf das Topspiel (Anstoß 16:15) blicken.