Der EU-Türkei-Gipfel ist zu Ende, aber die Nachwirkungen dauern an.

Der belgische Premierminister Charles Michel hat erklärt, dass die Finanzspritze in Höhe von drei Milliarden Euro gar nicht für die türkische Regierung bestimmt sei. Das Geld werde an EU-Institutionen und Nichtregierungsorganisation gehen, die dabei helfen würden, die Flüchtlingswelle vor Ort einzudämmen. Das berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP.

„Die drei Milliarden werden nicht der Türkei, sondern den syrischen Flüchtlingen zugutekommen“, hatte bereits der türkische Regierungschef Ahmet Davutoğlu nach dem Gipfel gesagt. Dies ist also offenbar wortwörtlich zu verstehen.

Im Gespräch ist, dass 500 Millionen Euro direkt bereitgestellt werden. Darüber, wer die restliche Summe bezahlt, besteht noch keine Einigkeit.

Es ist aber jetzt schon davon auszugehen, dass diese Meldung Kritiker in ihrem Bild, dass es sich um einen schmutzigen Deal zwischen Brüssel und Ankara handele, bestärken wird.

Die Türkei hat nach eigenen Angaben für die 2,2 Millionen syrischen Flüchtlinge im Land 7,5 Milliarden Euro ausgegeben.