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„Wenn die Türkei in die EU kommt, gehen wir raus“

Der italienische Politiker Matteo Salvini von der rechtspopulistischen Lega Nord ist nicht so gut auf die Ergebnisse des EU-Türkei-Gipfels zu sprechen.

„Wenn die Türkei in die EU kommt, gehen wir raus“, twitterte der polarisierende Chef im Hinblick auf einen möglichen EU-Beitritt Ankaras. Die EU und die Türkei wollen die festgefahrenen Verhandlungen wieder aufnehmen. Jedoch ist es ein offenes Geheimnis, dass weder Brüssel noch Ankara ernsthaft daran interessiert ist, die Verhandlungen zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.

Zudem soll die Türkei in der Flüchtlingsfrage 3 Milliarden Euro von der EU bekommen. Salvini bezeichnete die Finanzspritze als „Geschenk“.

Es war nicht das erste Mal, dass Salvini, der als entschiedener Flüchtlingsgegner bekannt ist, mit EU- und Türkei-kritischen Aussagen auf sich aufmerksam machte. Sein gestriger Tweet bekam 177 Retweets und 344 Gefällt mir-Angaben.

Die Reaktionen auf den Vorstoß des Politikers waren gemischt: „Wenn die Türkei EU-Mitglied wird, gehe ich auf jeden Fall. Am besten nach Russland. Wir zahlen das Geld, damit die Flüchtlinge dort bleiben. Wacht auf!“, schrieb ein User.

Ein anderer war der Meinung, dass Italien ohnehin seinen eigenen Weg gehen müsse: „Ob mit oder ohne Türkei: Wir müssen dringend raus aus der EU.“

Doch Salvini bekam auch Gegenwind. „Niemand hält dich auf, geh ruhig“, lautete eine der kritischen Antworten auf den Tweet.

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