Evakuierung von 150 Anwohnern nach mutmaßlichem Anschlagsversuch

Wie die Polizei von West Midland angibt, wird die Explosion einer selbstgebauten Bombe bei einer Moschee in Walsall als „Hassverbrechen“ behandelt.

Am Samstagabend mussten an die 150 Anwohner der Rutter Street evakuiert werden, als Sprengstoffexperten die Überreste eines verdächtigen Gegenstandes untersuchten, der auf dem Grundstück der Aisha-Moschee in der mittelenglischen Stadt gefunden worden war.

Bereits am Freitag hatten Anwohner ein Geräusch gehört, das an eine Explosion gemahnte. Im weiteren Verlaufe des Tages hatte nach einem Bericht von „Sky News“ erst ein Anwohner, später der Imam der Moschee selbst den Gegenstand mit nach Hause genommen. Erst später sei beiden Personen die Bedeutung des Fundes klar geworden.

In diesem Zusammenhang mussten das Gemeindezentrum und 39 daran angrenzende Häuser vorübergehend geräumt werden.

Verletzt wurde niemand. Der Bombenfund hat jedoch große Betroffenheit in der Nachbarschaft ausgelöst, zumal die Gegend als ruhig galt und die islamische Gemeinde ein gutes Verhältnis zu den Anwohnern hatte. Nach der Ermordung eines britischen Soldaten durch selbsternannte „Djihadisten“ in London vor einigen Wochen hat sich die Zahl islamfeindlicher Übergriffe auf der Insel vervielfacht. (dtj)