Ex-Beşiktaş-Trainer schenkt türkischer Schule in Mali ein PC-Labor

Im westafrikanischen Staat Mali gibt es inzwischen vier Vorschulen, vier Grundschulen, fünf Oberschulen, drei Gymnasien, einen Lesesalon, ein Kulturzentrum und zwei Schülerheime, die von Aktiven der Hizmet-Bewegung betrieben werden. Insgesamt gibt es 2500 Schüler, die von diesen Einrichtungen profitieren. Dafür, dass Mali 14,5 Mio. Einwohner hat, hat der Staat mit einer Analphabetenrate von 74 Prozent noch viel Bildungsarbeit vor sich.

In der Hauptstadt von Mali soll nun ein riesiges Bildungszentrum gebaut werden, das auch Unterstützung von einem Prominenten des französischen Fußballs erhält, der seinerzeit auch Beşiktaş Istanbul trainiert hatte und dessen Name noch jedem Fußballfan aus den 80er-Jahren in den Ohren klingt.

Bereits 2008 hatte sich der in Mali geborene, zweimalige WM-Halbfinalteilnehmer und einmalige Europameister Jean Amadou Tigana zu den türkischen Schulen in Afrika positiv geäußert. Die gedankliche Unterstützung war zu diesem Zeitpunkt bereits da und nun war die Gelegenheit gekommen, die Gedanken in Taten umzusetzen.

Tigana besaß in der Hauptstadt Bamako ein Grundstück, um dessen Verkauf sich sein Neffe kümmern sollte. Das Bildungszentrum zeigte Interesse an dieser Realität und trat mit dem Immobilienmakler des Fußballstars und ehemaligen technischen Direktors von Besiktas Istanbul, Jean Tigana, in Kontakt.

Man konnte sich schnell einig werden und Tigana war von der Einrichtung so angetan, dass er dem neuen Bildungszentrum sogar die Finanzierung eines PC-Labors verspricht. Im letzten Jahr wurde bereits der Grundstein für das Bildungsinstitut Horizon-College gelegt, dessen Bau in einem Jahr fertiggestellt sein soll. In diesem Komplex sollen 900 Schüler aufgenommen werden.

Tigana stand im Laufe seiner Karriere 1982 und 1986 mit der französischen Fußball-Nationalmannschaft jeweils im Halbfinale der Weltmeisterschaften in Spanien und Mexiko, 1984 wurde er im eigenen Land Europameister. In den Jahren 2005-2007 coachte Tigana Beşiktaş. Zuletzt arbeitete der derzeit vereinslose Trainer in China.