Archivfoto: Fußball-Bundesliga Saison 2013/14, 4. Spieltag, Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund in der Commerzbank-Arena. Der Dortmunder Trainer Jürgen Klopp (l) umarmt seinen Spieler Nuri Şahin. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Der frühere Dortmunder Fußballprofi Nuri Şahin sieht kaum Parallelen zwischen der aktuellen Lage beim englischen Fußballmeister FC Liverpool und der Krise bei Borussia Dortmund 2015, die schließlich zum Abschied des damaligen BVB-Trainers und heutigen Liverpool-Coachs Jürgen Klopp führte.

„Wir hatten beim BVB damals nicht so viele Verletzte wie Liverpool aktuell“, sagte Şahin im „Sport1“-Interview. „Sicher, wir hatten einige Verletzte, ich war auch darunter. Aber bei den Reds ist es aktuell doch extrem.“ Mit Abwehrchef Virgil van Dijk fehle Klopp einer der wichtigsten Spieler. Um dessen Ausfall etwas abzufedern, holte der letztjährige Meister im Winter-Transferfenster unter anderem den türkischen Nationalspieler Ozan Kabak.

Trotz enttäuschender Ergebnisse in der Premier League – von den jüngsten 14 Spielen hat Liverpool nur drei gewonnen – sei Klopp weiterhin der richtige Trainer in Anfield. „Weil er einfach so viel Qualität hat und zudem so viel Menschlichkeit mitbringt“, sagte Şahin, der mit dem BVB 2010 unter Klopp die deutsche Meisterschaft gewann. „Jürgen bringt so viel mehr mit, als nur der Motivator zu sein. Er hat sich bestimmt nicht abgenutzt.“

„Meister werden sie nicht mehr“

Der 32-Jährige, der mittlerweile in der Türkei für Antalyaspor spielt, äußerte sich zuversichtlich, dass Liverpool in den kommenden Wochen die nötigen Ergebnisse holt und sich noch für die Champions League qualifiziert. „Meister werden sie nicht mehr“, sagte Şahin, „aber die restlichen Spiele werden sie noch positiv bestreiten.“

Für die Champions League qualifizieren können sich die Reds zudem auch über die laufende Champions-League-Saison. Dort stehen sie aktuell im Viertelfinale.

dpa/dtj