Bei einer Explosion in der südosttürkischen Provinz Mardin sind fünf Menschen verletzt worden. Darunter sei der Vorsteher des Bezirks Derik, meldete die Nachrichtenagentur DHA am Donnerstag. Die Detonation habe sich in der Nähe des Verwaltungsgebäudes ereignet.

Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, es habe sich um einen Raketenangriff der Terrororganisation PKK gehandelt. Diese bekannte sich zunächst nicht dazu.

Derik war im September unter Zwangsverwaltung gestellt worden. Der gewählte Bürgermeister wurde durch den nun bei der Detonation verletzten Bezirksvorsteher ersetzt. Bezirksvorsteher unterstehen dem von Ankara ernannten Provinzgouverneur. In den vergangenen Wochen hatte die türkische Regierung in mehr als zwei Dutzend Gemeinden die Bürgermeister, zumeist von der HDP, durch Zwangsverwalter ersetzt.

Die PKK verübt vor allem in der Südosttürkei immer wieder Anschläge. Die Regierung wirft der HDP vor, gemeinsame Sache mit der PKK zu machen.