Innerhalb von 24 Stunden nach der verheerenden Anschlagsserie in Paris am Freitagabend haben mehr als vier Millionen Menschen auf Facebook den „Safety Check“ aktiviert und ihren Freunden mitgeteilt, dass sie in Sicherheit sind. 360 Millionen Menschen seien von ihren Freunden als „In Sicherheit“ markiert worden, teilte das soziale Netzwerk mit.

„Wir sind geschockt und traurig nach den Geschehnissen in Paris“, sagte eine Facebook-Sprecherin. Kommunikation sei in solchen Momenten sowohl für die Menschen vor Ort als auch für ihre Freunde und Angehörigen von größter Bedeutung. Deshalb habe Facebook den „Safety Check“ am Freitagabend für die Menschen in Paris aktiviert. Die Funktion hatte das Unternehmen 2014 speziell für Naturkatastrophen wie etwa starke Erdbeben entwickelt. Facebook arbeite nun daran, dass sie besser und nützlicher werde, teilte Facebook-Manager Alex Schultz in einem Beitrag mit.

Warum aber gab es diese Funktion beispielsweise nicht nach den Anschlägen von Ankara und Beirut?

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg erklärte dazu auf seiner Chronik, dass der Safety Check bislang nur für Naturkatastrophen gedacht gewesen sei. Mit Paris habe man nun diese Entscheidung überdacht und sei dazu übergegangen, diese Funktion auch bei Anschlägen zur Verfügung zu stellen.

Ein weiterer Punkt, über den Facebook-User seit dem Wochenende diskutieren, ist die Profilbild-Funktion. User, die ihre Anteilnahme mit den Opfern von Paris bekunden möchten, haben die Möglichkeit, ihr Bild auf einen Hintergrund mit der französischen Flagge zu betten. Diese Möglichkeit bietet Facebook direkt selbst an. Das führte zu der Frage, warum es auch nicht andere Hintergründe gebe. User machten sich die Mühe und betteten ihre Profilbilder selbst auf beispielsweise die türkische Flagge. Ob Facebook diese Möglichkeit automatisch anbieten wird, bleibt derzeit offen. Auch ein Hintergrund mit allen Flaggen der Welt gehört derzeit zu den Favoriten der User.

Auf vielfachen Wunsch, hier das Flaggenmotiv, mit dem ich gestern mein Profilbild geändert habe und mit dem ich gestern…

Posted by Lutz Jäkel on Montag, 16. November 2015