In Istanbul kam es heute zu einem Verkehrschaos, nachdem bei einem schweren Unfall mindestens 11 Menschen verletzt worden sind. Laut Informationen der Nachrichtenagentur Doğan ist in den frühen Morgenstunden ein Metrobus des öffentlichen Personennahverkehrs im Viertel Acıbadem (Kadıköy) von der Straße abgekommen, nachdem ein Fahrgast den Busfahrer attackiert hatte.

Der Fahrer hatte die Kontrolle über den Stadtbus verloren und geriet in die entgegengesetzte Fahrtrichtung der Schnellstraße D100, wo er mit einem Doppeldeckerbus und mehreren weiteren Autos kollidierte. Dabei wurden drei Privatfahrzeuge unter dem Metrobus eingeklemmt. Ein Großaufgebot an Sicherheitskräften sicherte umgehend die Unfallstelle.

Vasip Şahin, der Gouverneur von Istanbul, teilte mit, dass die Verletzten gegenwärtig in der Göztepe-Klinik behandelt werden und der Zustand einer Person nach wie vor kritisch sei. Der Unfall verursachte ein Verkehrschaos auf der Schnellstraße D100, die Istanbul mit der Stadt Samsun am Schwarzen Meer verbindet.

Auf Grundlage von Augenzeugenberichten gehen die Ermittler davon aus, dass der Fahrer des Metrobusses von einem Fahrgast während der Fahrt mit einem Regenschirm attackiert wurde. Der Tatverdächtige wurde bereits von der Polizei in U-Haft genommen.

Ein Fahrgast berichtete im türkischen Forum „Ekşişehir“, wie es angeblich zu der Auseinandersetzung gekommen sei: Demnach soll der Fahrer die Türen des öffentlichen Fahrzeuges kurz vor dem Eintreffen an der Bushaltestelle nicht geöffnet haben, obwohl ihm der Tatverdächtige dazu aufgefordert hatte. Daraufhin soll es zu einer Diskussion und zu Handgreiflichkeiten gekommen sein.

Erste Bilder von der Unfallstelle lieferte die Nachrichtenagentur Doğan (DHA):