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Der Terror kennt keine Religion, keine unschuldigen Zivilisten, keine Grenzen. Das zeigte der glücklich vereitelte Anschlag in Mekka, direkt vor der heiligen Kaaba. Sicherheitskräfte konnten knapp einen Anschlag vereiteln, der womöglich tausendfaches Leben gekostet hätte. Denn die Muslime sind zu Aber-Millionen in Mekka, um in der heiligen Fastenzeit Ramadan, dem wichtigsten Monat im Islam an der Quelle ihrer Religion zu Allah, zu Gott zu beten.

Dabei konnte der Selbstmordattentäter dennoch die Bombe zünden und ein Gebäude niederreissen. Insgesamt 11 Personen wurden bei dem Anschlag zum Teil schwer verletzt. Die genauen Hintergründe sind zwar noch nicht bekannt, aber die Zeichen deuten auf einen Anschlag der Kategorie IS, denn in diese Orte, die durch die arabischen Behörden streng überwacht werden, gelangt man nur aufgrund der muslimischen Konfession.

Vergangenen Ramadan Anschlag in Medina, heute in Mekka

Im vergangenen Jahr war ein ähnlicher Anschlag im Ramadan verübt worden. Damals war das Ziel die zweite heilige Stadt des Islam, Medina. Dort, unmittelbar vor dem Grabmal des Propheten Mohammed (fsm) ging eine Bombe los und riss zahlreiche Menschen aus dem Leben. Dieses Mal konnte eine größere Katastrophe verhindert werden.

IS will Kaaba zerstören

Warum sind die heiligsten islamischen Städte, in denen Propheten beerdigt sind und die heiligsten Reliquien sich befinden, Zielscheibe von IS- Terroristen? Die Frage lässt sich, ähnlich wie bei allen anderen Anschlägen weltweit, nicht beantworten. Aber zu den Beweggründen bei diesen speziellen Zielen handelt es sich um die Weltanschauung des IS. Sie sehen in diesen Orten „bid´a“, also aus islamischer Perspektive frei erfundene Dinge, die unislamisch seien. Deshalb hat der IS bereits seit seiner Gründung auf die Agenda geschrieben, die heiligen Städte in Grund und Boden zu reißen. Sie haben den krankhaften Glauben daran damit die Muslime vor unislamischen Sitten zu befreien.