Er besiegelte das Mittelalter, mit ihm begann die Neuzeit. Die Eroberung Konstantinopels, die unter der Führung des osmanischen Sultans Mehmet II. geschah, gilt als einer der Marksteine der Epochenschwelle zwischen Mittelalter und Neuzeit. Heute vor 535 Jahren starb Mehmet, wegen der Eroberung Konstantinopels mit dem Beinamen „der Eroberer“ versehen, in Gebze (Kocaeli).

Fatih Sultan Mehmet war es auch, unter dem das Osmanische Reich seinen Wandel zu einem Großreich vollzog. Neben Selim I. und Sulaiman I. gilt er als der bedeutendste osmanische Herrscher.

Von den Türken bewundert, in Europa gefürchtet und als „Antichrist“ verhasst, konzentrierte sich Mehmet nach der Eroberung Konstantinopels 1453 auf weitere Feldzüge in Europa, festigte aber auch die osmanische Herrschaft im anatolischen Kernland. Staatliche Strukturen wurden vertieft, das erste osmanische Gesetzesbuch („Kanunname“) niedergeschrieben. Bekannt war er auch für seine Toleranz gegenüber anderen Religionen.

Nach insgesamt 32-jähriger Regentschaft verstarb Mehmet im Alter von 49 Jahren. Zur Todesursache gibt es verschiedene Theorien. Einige Historiker gehen davon aus, dass er vergiftet wurde, andere vermuten, dass er an der Gicht litt.

Sicher ist, dass er 1481 Vorbereitungen für einen Feldzug traf. Womöglich sollte es nach Italien gehen, ein kleines Heer war bereits 1480 in Otranto an der Ostküste Italiens gelandet, musste aber nach dem Tod Mehmets ihre Mission abbrechen.

Begraben ist der Sultan im Istanbuler Stadtteil Fatih. Da das Gedenken an die Himmelfahrt des Propheten Muhammad mit dem Todestag Fatih Sultan Mehmets zusammenfällt, sind heute in Fatih vielerlei kulturelle wie religiöse Veranstaltungen geplant.