Fener-Coach sieht Real als warnendes Beispiel

Vor dem Viertelfinalrückspiel in Rom (heute, 21.05 Uhr, live auf Sky) ist Fenerbahçe-Coach Aykut Kocaman (r.) zwar optimistisch, sieht seine Mannschaft aber noch nicht im Halbfinale. „Wenn schon eine Mannschaft wie Real Madrid sich schwer tut, einen 3:0-Vorsprung zu verteidigen, sollte das für mein Team Warnung genug sein“, sagte Kocaman. Real Madrid lag am Dienstag im Champions League-Viertelfinalrückspiel gegen Galatasaray zwischenzeitlich mit 1:3 hinten, schaffte es aber dann doch, das Ergebnis aus dem Hinspiel ins Ziel zu retten.

Bei Lazio Rom hofft man auf den Einsatz vom deutschen Nationalstürmer Miroslav Klose. Der lange verletzte deutsche Nationalstürmer bekam im Derby beim AS Rom am Montag einen Schlag auf den Knöchel und trainierte nicht mit der Mannschaft. „Klose geht es gut, auch wenn sich nicht alles um seine Anwesenheit dreht“, sagte Lazios Coach Vladimir Petkovic (l.) am Mittwochabend und machte seinem Team Mut: „Wir haben auch zwei Monate ohne ihn gut gespielt.“

Lazio muss am Donnerstag ein 0:2 aus dem Hinspiel wettmachen. „Ich glaube noch an das Weiterkommen“, kündigte Petkovic dennoch trotzig an. „Wir haben eine Wahrscheinlichkeit von weniger als 50 Prozent auf die nächste Runde, aber wir sind bereit.“

Immerhin macht die Statistik den Römern Mut: Fenerbahçe hat bislang alle sechs Spiele in Italien verloren – und das immer mit zwei oder mehr Toren Unterschied.

Geisterkulisse im Stadio Olimpico

Auf lautstarke Unterstützung muss Lazio vor leeren Rängen allerdings verzichten. Mit zwei Geisterspielen wurde der Club von der UEFA für rassistische Ausfälle seiner Anhänger bestraft. Die Fans wollen den Mannschaftsbus am Donnerstag auf Motorrollern mit Fahnen und Schals bis zum Stadion begleiten und die Partie auf einer Großbildleinwand verfolgen, wenn die von der Stadt genehmigt wird.

Fener muss in Rom verletzungsbedingt auf seinen Torjäger Moussa Sow verzichten, ebenso wie auf den defensiven Mittelfeldspieler Mehmet Topal. Möglicherweise könnte Jungstar Salih Uçan eine Bewährungschance von Anfang Beginn an erhalten. Uçan hatte zuletzt beim 2:0-Sieg in Ordu mit einem Doppelpack für Furore in der türkischen Süper Lig gesorgt.

Bei Lazio fehlen der Nigerianer Ogenyi Onazi und Kapitän Stefano Mauri gesperrt. Sollte es bei Klose nicht reichen, dürfte Petkovic auf seinen Europa-League-Spezialisten setzen: Der Tscheche Libor Kozak erzielte diese Saison bereits acht Treffer. (dtj/dpa)