Galatasaray-Trainer Hamza Hamzaoğlu

Galatasaray Istanbul hat am Montagabend dank Schützenhilfe vorzeitig die türkische Meisterschaft 2014/2015 unter Dach und Fach gebracht.

Der ärgste Rivale um Platz 1, Fenerbahçe Istanbul, spielte bei Başakşehir Istanbul nur 2:2 Unentschieden und verpasste damit die Chance, die Titelentscheidung auf den letzten Spieltag zu verlegen. Gala hatte bereits am Sonntag im Derby gegen Beşiktaş durch Tore von Yasin Öztekin und Wesley Sneijder mit einem 2:0-Sieg vorgelegt und Fener unter Druck gesetzt.

20. Titel, vierter Stern

Es ist der bereits 20. Meistertitel für das Team von Hamza Hamzaoğlu (Foto), der zu Saisonbeginn das Traineramt vom erfolglosen Italiener Cesare Prandelli übernommen hatte. Damit ist Galatasaray alleiniger Rekordmeister und darf ab der kommenden Saison erstmals mit vier Sternen auf der Brust auflaufen.

Dass Gala den Titel bereits in dieser Woche perfekt macht, hat es auch einem ehemaligen Spieler zu verdanken. Sturmtank Mehmet Batdal, der 2010 nach Istanbul wechselte, dort aber nie glücklich wurde, schnürte gegen Fener einen Doppelpack. Fast hätte er gar einen Hattrick erzielt, doch scheiterte er bei seinem Elfmeterversuch in der Nachspielzeit. Bruno Alves hatte mit der Hand auf der Linie geklärt und musste dafür vom Platz. In der Szene sah zudem Caner Erkin Rot, da er zu heftig reklamierte. Zudem kassierten in der 84. Minute die Fenerbahçe-Spieler Mehmet Topuz und in der vierten Minute der Nachspielzeit Pierre Webo jeweils wegen einer Tätlichkeit einen Feldverweis – sinnbildlich für den Abend, da Erzrivale Galatasaray in der gesamten Saison ohne eine einzige Rote Karte auskam.

Nach dem Spiel protestierten die Fener-Fans lautstark gegen ihre Mannschaft, die unter der Woche bereits im Pokal ausgeschieden war. Im eigenen Stadion hatte es gegen Bursaspor ein 0:3-Debakel gesetzt. Dabei hatte der Istanbuler Traditionsklub das Hinspiel in Bursa noch mit 2:1 gewonnen und einen wichtigen Schritt Richtung Finale gemacht, das nun Bursa gegen Galatasaray bestreiten wird. Das Endspiel findet kommende Woche Mittwoch statt. Dann könnte der Meister das Double perfekt machen – es wäre das erste seit 2000.