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Eine Woche nach ihrer Festnahme wegen Kritik an der türkischen Militäroffensive in Nordsyrien sind acht führende Mitglieder der Türkischen Ärztevereinigung (TTB) freigelassen worden. Das teilte die TTB am Montag auf Twitter mit. Der Türkei-Experte von Amnesty International, Andrew Gardner, bestätigte, dass damit alle elf festgenommenen Ärzte wieder auf freiem Fuß seien.

Die Behörden hatten den Ärzten wegen ihrer Kritik an der Offensive nach Angaben von TTB-Anwältin Ziynet Özcelik «Propaganda für eine Terrororganisation» und «Aufwiegelung des Volks zu Hass und Feindseligkeit» vorgeworfen. Drei der elf festgenommenen Mediziner waren bereits am Freitag freigelassen worden.

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Die TTB hatte zuvor eine Erklärung verbreitet, in der sie unter anderem vor «irreparablen Schäden» durch Krieg warnten und Krieg als ein «Problem der öffentlichen Gesundheit» bezeichneten. Zum Schluss der Erklärung hieß es: «Nein zum Krieg. Frieden, jetzt sofort!» Die Ärzte kritisierten damit die Offensive «Olivenzweig», die die türkische Armee am 20. Januar gegen die kurdische Miliz YPG in Nordwestsyrien begonnen hatte.

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