Festnahme wegen geplanten Anschlags auf Moschee

Das Ministerium wirft dem Verdächtigen vor, bereits zu einem früheren Zeitpunkt in eine Attacke auf eine Moschee involviert gewesen zu sein. Er wäre zudem bereits seit längerem durch rechtsextreme Äußerungen aufgefallen.

In den letzten Monaten waren extremistische Gruppen in Frankreich immer aktiver geworden. Die Zahl und die Brutalität islamfeindlicher Übergriffe haben zugenommen. Das Innenministerium kündigte an, solche Entwicklungen nicht tolerieren zu wollen. Minister Manuel Valls kündigte ein „Null-Toleranz-Politik“ gegenüber Kräften an, die ein Klima des Hasses schüren wollen.

Auch der Inlandsgeheimdienst DCRI soll Berichten zufolge den Verhafteten verhört haben, der Waffen besessen haben soll, die im Zuge eines terroristischen Anschlags und zur Schändung einer Gebetsstätte dienen sollten.

Die Verhaftung soll kurz vor dem Ramadanfest stattgefunden haben, berichtet die AFP unter Berufung auf justizinterne Quellen. Der Verdächtige soll für diesen Zeitpunkt einen Angriff auf die Moschee im Lyoner Vorort Venissieux geplant haben.

Im Vormonat wurden drei rechtsextremistische Gruppierungen verboten, die eine Verbindung zur Ermordung des 18-jährigen antifaschistischen Aktivisten Clement Meric in einem Einkaufszentrum in Paris aufweisen sollen, darunter die strasseristische Neonazi-Gruppierung „Dritter Weg“.