Die ansteigende Formkurve der türkischen Fußball-Nationalmannschaft macht sich nun auch in den Statistiken bemerkbar. Nach der unerwarteten und sensationellen Direkt-Qualifizierung für die im Sommer stattfindende Europameisterschaft in Frankreich ist die Türkei auch in der FIFA-Weltrangliste vorgerückt.

In der am Donnerstag veröffentlichten neuen Liste kletterte die Türkei um 19 Plätze auf Rang 18 und machte damit in den Top 50 den größten Sprung nach vorne. Ganz vorne ist übrigens erstmals Belgien, dahinter folgen Deutschland und Argentinien.

Die Türkei war im Frühjahr bis auf Rang 56 zurückgefallen und hatte damit ihre schlechteste Platzierung in den letzten Jahren erreicht. Die beste Platzierung schaffte sie nach dem dritten Platz bei der WM 2002, als sie in der Weltrangliste auf Platz 8 vorrückte.

Erst Katastrophenstart, dann Happy End

Das Team von Fatih Terim und mit ihm die Fans erlebten in den letzten Monaten ein Wechselbad der Gefühle. Nach einem Katastrophenstart in die EM-Qualifikation mit den Niederlagen auf Island (0:3) und daheim gegen Tschechien (1:2) folgte in Lettland nur ein 1:1. Damit schien das Aus bereits besiegelt. Doch es sollten die beiden einzigen Niederlagen in der Qualifikation bleiben.

Die Mannschaft holte in den restlichen sieben Begegnungen 17 Punkte und blieb in den abschließenden drei Spielen sogar ohne Punktverlust und Gegentor. Durch die Schützenhilfe Kasachstans fielen die beiden ärgerlichen Unentschieden gegen Lettland aus der Bewertung, so dass die Türkei am Ende tatsächlich bester Gruppendritter wurde und das Ticket nach Frankreich löste.

Die FIFA-Weltrangliste entscheidet unter anderem über die Einteilung in die Lostöpfe. In welchen Topf die Türkei bei der Auslosung für die EM-Gruppen kommen wird, steht erst nach den Entscheidungen in den Playoff-Begegnungen fest. Wahrscheinlich scheint derzeit eine Einstufung in Topf 3.