Im Finale am 29. Mai stehen sich die Premier-League-Clubs FC Chelsea und Manchester City gegenüber. Die Frage derzeit ist, wo es stattfindet. Foto: uefa.com

Die britische Regierung spricht nun offiziell mit der Europäischen Fußball-Union UEFA über die Verlegung des Champions-League-Finals nach Großbritannien.

Geplant ist eigentlich, dass das Endspiel am 29. Mail in Istanbul steigt. „Es gibt heikle Verhandlungen, die im Moment im Gange sind“, sagte der britische Vize-Premierminister Michael Gove am Sonntag. „Ich bin mir sicher, dass die Fans in Großbritannien es liebend gerne sehen würden, dass das Finale hier in Großbritannien gespielt würde.“ Auf Anfrage wollte sich die UEFA nicht offiziell dazu und einem möglichen Zeitplan äußern. Zuletzt hatte der Kontinentalverband erklärt, „etwas Zeit“ zu brauchen, „um über das Thema nachzudenken“.

Sollte das Endspiel verlegt werden, wäre das Londoner Wembley-Stadion die logische Wahl als Spielstätte. Im Finale stehen sich die Premier-League-Clubs FC Chelsea und Manchester City gegenüber. Wegen der Corona-Lage in der Türkei hat die britische Regierung das Land auf eine rote Liste gesetzt und Fans bereits gewarnt, nicht zum Finale nach Istanbul zu fliegen. Wer aus der Türkei nach Großbritannien einreist, muss sich auf eigene Kosten zur Quarantäne in ein Corona-Hotel begeben. Die UEFA hatte zuletzt gehofft, dass einige Zuschauer zum Finale zugelassen werden.

Wohl auch um ein Zeichen zu setzen, gab der türkische Fußballverband am Sonntag derweil bekannt, dass das türkische Pokalfinale zwischen Beşiktaş Istanbul und Antalyaspor am 18. Mai mit Zuschauern stattfinden soll.

dpa/dtj