Die beiden Nachbarstaaten Griechenland und die Türkei wollen in der Flüchtlingsfrage enger kooperieren. Dies haben die Außenminister der beiden Nato-Staaten, Nikos Kotzias und Feridun Sinirlioğlu, bei einem Treffen in New York vereinbart, wie das griechische Außenministerium am Freitag mitteilte. Weitere Details wurden nicht bekannt.

Anfang der Woche hatte die Internationale Organisation für Migration (IOM) bekanntgegeben, seit Jahresbeginn seien etwa 388 000 Flüchtlinge nach Griechenland gekommen. In ihrer Mehrheit stammen sie aus Syrien und kamen über der Türkei zu den griechischen Ägäis-Inseln. Fast alle reisten weiter nach Westeuropa.

Derweil sind bei einer Großrazzia in Bulgarien rund 500 illegale Immigranten festgenommen worden. Die Menschen würden seit Donnerstag in der Hauptstadt Sofia sowie in anderen Städten festgehalten, teilte das Innenministerium in Sofia am Freitag mit. Die Menschen stammten aus Syrien, Afghanistan, Pakistan und dem Iran. Außerdem wurden weitere 46 Menschen festgenommen, da sie verdächtigt sind, Flüchtlinge zu schleusen.

Bulgarien hat nach amtlichen Angaben seit Jahresbeginn gut 17 000 nicht registrierte Migranten an den Grenzen und im Inneren des Landes aufgegriffen. Um den unkontrollierten Zustrom von Migranten über die „grüne Grenze“ zur Türkei zu verringern, baut das Balkanland nun einen bestehenden, 30 Kilometer langen Grenzzaun weiter aus.

Bulgariens Regierungschef Boiko Borissow warnte unterdessen, dass die jüngsten Militärschläge in Syrien die Zahl der Flüchtlinge hochtreiben würden, da sie „weitere Menschen vertreiben werden“. (dtj/dpa)