ARCHIV: 13.02.2018, Türkei, Ort unbekannt: Türkische Gendarmerieoffiziere und Mitarbeiter der türkischen Notfall- und Katastrophenbehörde tragen am Ufer des Grenzflusses Meric an der griechischen Grenze die Leiches eines Kindes an Land. Nach Angaben der türkischen Nachrichtenagentur haben Rettungskräfte auf der Suche nach Überlebenden eines Schiffsunglücks auf dem Fluss zwei Kinderleichen entdeckt. Bis zu zehn Menschen, darunter Frauen und Kinder, die versucht haben mit dem Boot nach Griechenland überzusetzen werden noch vermisst. Foto: Ergin Yildiz/AP/dpa

Nach dem Untergang eines Boots mit Migranten in der türkischen Ägäis sind vier Frauen und fünf Kinder ertrunken. Die Küstenwache teilte am Freitag mit, sie habe fünf weitere Menschen gerettet. Nach zwei Migranten und einem mutmaßlichen Schleuser werde noch gesucht. 

Das Boot sei am frühen Nachmittag vor der Küste des westtürkischen Ayvalik gekentert. Von dort ist es nicht weit bis zur griechischen Insel Lesbos. Zur Staatsangehörigkeit der Migranten gab es zunächst keine Angaben. 

Die Türkei hat nach offiziellen Angaben mehr als 3,5 Millionen Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland Syrien aufgenommen. Immer wieder versuchen Migranten, auf eine der nahe gelegenen griechischen Inseln und damit in die EU zu gelangen. Auch türkische Kritiker und Oppositionelle fliehen immer wieder vor den Repressalien der Regierung.

dpa/dtj