Die seit einigen Tagen im Netz kursierende frauenverachtende Predigt des laut B.Z. ägyptischen Imams Abdel Moez al-Eila hat Folgen.

Ayşe Demir, Vorstandsprecherin des Türkischen Bundes in Berlin-Brandenburg, hat am Dienstag eine Strafanzeige gegen al-Eila gestellt. Es gehe um den Verdacht der Beleidigung (§ 185 StGB), der Volksverhetzung (§ 130 StGB) und des Verdachts der öffentlichen Aufforderung zu Gewalt (§ 111 StGB).

Abdel Moez al-Eila hatte in einer Predigt in der Al-Nur-Moschee unter anderem gesagt, dass eine Frau ohne die Erlaubnis des Ehemannes nicht das Haus verlassen und arbeiten dürfe.

„Bei diesen Aussagen handelt es sich um eine alle Frauen herabwürdigende finstere Ideologie, die geächtet, gestoppt und betraft werden sollte“, so Demir. Es werde zum Hass gegen Frauen aufgestachelt.

„Die Äußerung von al-Eila, dass die Frauen dem Ehemann unter keinen Umständen den Sex verweigern dürfen, stellt eine öffentliche Aufforderung zu Gewalttaten, hier: Vergewaltigung, dar“, erklärte Demir.

Frauen würde jegliches Selbstbestimmungsrecht, sei es gesellschaftlich oder sexuell, abgesprochen.

Al-Eila tritt FOCUS-Informationen zufolge seit Dezember 2014 in der vom Verfassungsschutz beobachteten Moschee auf.