Die Türkei bleibt nach dem Debakel weiter Letzter und hat so gut wie keine Chance mehr auf eine Qualifikation für die Europameisterschaft 2017. Deutschland feierte hingegen den vierten Sieg im vierten Spiel.

Damit steht der achtmalige Europameister mit zwölf Zählern und einem Torverhältnis von 22:0 weiterhin verlustpunktfrei und ohne Gegentreffer an der Spitze der Gruppe 5. Nur der Gruppensieger qualifiziert sich direkt für die EM.

Die Tore fürs deutsche Team erzielten Mandy Islacker (1. FFC Frankfurt/6. Minute), Anja Mittag (Paris St. Germain/29.), Melanie Behringer (37., Foulelfmeter) sowie je zweimal Sara Däbritz (beide Bayern München/69./90.+3) und die eingewechselte Lina Magull (SC Freiburg/78./86.). Trainerin Silvia Neid wollte danach nicht in Euphorie verfallen: „Ich fand, dass wir in der ersten Halbzeit teilweise etwas umständlich gespielt haben“, monierte die Bundestrainerin in der ARD.

Auch in Deutschland aktive Türkinnen wirkungslos

Neid setzte auf die gleiche Startelf wie am Donnerstag in Wiesbaden beim 2:0 gegen Russland, damit erhielt auch die dortige Debütantin und Torschützin Islacker vom Champions-League-Sieger Frankfurt eine weitere Chance. Der türkische Trainer Talat Tuncel bot zu Beginn fünf Spielerinnen auf, die bei deutschen Vereinen unter Vertrag stehen, unter ihnen auch Melike Pekel vom Meister FC Bayern.

Zur Entfaltung kamen diese selten, zu sehr dominierte Deutschland. Die defensiv eingestellte Türkei war insbesondere nach der Pause in erster Linie auf Schadensbegrenzung bedacht.

Die Chance, es besser zu machen, haben die Türkinnen am 8. April, wenn das Rückspiel ansteht.