Die Türkei trauert nach dem Anschlag von Ankara um die Toten, das Land gerät immer weiter in den Strudel der Gewalt.

Knapp der Katastrophe entging auch Galatasaray Istanbul. Der türkische Rekordmeister absolvierte wenige Stunden vor dem Anschlag ein Auswärtsspiel in der Hauptstadt gegen Gençlerbirliği (1:1). Das Stadion des Hauptstadtklubs befindet sich nur etwa 2 km Luftlinie vom Kızılay-Platz entfernt, wo die Autobombe detonierte und 37 Menschen in den Tod riss.

Gänzlich unberührt bleiben die Galatasaray-Spieler davon aber nicht. Denn unter den Toten befindet sich auch der Vater von Stürmer Umut Bulut, der dem Spiel seines Sohnes beiwohnte.

Auf dem Rückweg soll Kemal Bulut einen der Busse, die zum Ziel des Anschlags wurden, genommen haben. Der zuletzt glücklose Bulut, der gestern 90 Minuten durchspielte, erfuhr die traurige Nachricht am Montag in Istanbul und flog nach Klubangaben umgehend zurück, um der Beerdigung seines Vaters beizuwohnen.