Burak Yilmaz vor den Juventus Spielern und der Schiedsrichter der Partei - cihan

Der Abbruch der Champions-League-Partie zwischen Galatasaray Istanbul und Juventus Turin hat die Planung des italienischen Fußball-Rekordmeisters durcheinandergebracht. Ursprünglich wollte das Team laut italienischen Medienberichten vom Mittwoch noch nach dem Spiel in der Nacht zurück nach Italien fliegen. Das Hotel der Mannschaft war daher nicht mehr reserviert und schon ausgebucht, weshalb kurzfristig eine neue Unterkunft für die Nacht auf Mittwoch organisiert werden musste.

Zudem steckte das Team nach der Partie, die am Dienstagabend in der 31. Minute beim Stand von 0:0 wegen starken Schneefalls abgebrochen worden war, mehrere Stunden im Stau fest. Wegen des Wetters und der vielen Fans, die das Stadion verließen, kam das Team erst gegen Mitternacht im Hotel an. „Odyssee für Juve zwischen Räumung und Stau“, titelte „Tuttosport“. Turin steht zudem unter Zeitdruck, weil es am Samstag wieder in der Serie A antreten muss.

Der italienische Club kommentierte den Spielabbruch zunächst nicht, in einer offiziellen Mitteilung auf der Vereins-Webseite hieß es: „In Istanbul gewinnt für den Moment der Schnee.“ Italienische Medien berichteten jedoch, der Verein sei wegen der Verletzungsgefahr auf dem eingeschneiten Platz für den Abbruch der Partie gewesen.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Spiel zwischen den beiden Teams nicht regulär gespielt werden konnte. 1998 war das Champions-League-Duell wegen der Spannungen zwischen der Türkei und Italien nach der verweigerten Auslieferung des in Rom festgesetzten kurdischen Terroristenführers Abdullah Öcalan um eine Woche verschoben worden. Fünf Jahre später war das Vorrundenspiel nach Terroranschlägen in Istanbul ebenfalls um eine Woche verlegt und in Dortmund angepfiffen worden.

Die UEFA hat soeben erklärt, dass die Partie heute um 14 Uhr fortgesetzt wird. Es soll ab der 32. Minute weitergespielt werden. (dpa/dtj)