Lukas Podolski und seinem Club Galatasaray winkt ein Pokalfinale gegen den Stadtnachbarn Fenerbahçe. Im Halbfinal-Hinspiel bei Çaykur Rizespor glänzte der Fußball-Weltmeister mit einer Vorlage und einem Tor – letzteres sogar mit blutiger Nase. Nach zuletzt sieben sieglosen Spielen in Serie gewann Galatasaray am Mittwochabend in Rize 3:1.

„Ein wichtiger Sieg – mit blutiger Nase“, schrieb Podolski bei Twitter unter ein Foto, das ihn mit der Verletzung zeigt, die er sich bei einem Flugkopfball in der Schlussphase zugezogen hatte. Podolski bereitete das 2:0 durch Yasin Öztekin (61.) vor, bevor er mit einem platzierten Schuss zum 3:1 (90.+5) den Schlusspunkt setzte.

Auch Fenerbahçe gewann bei Konyaspor überzeugend mit 3:0. Der Überraschungs-Tabellendritte der Süper Lig war unerwartet chancenlos gegen den Traditionsclub aus Istanbul, für den Volkan Şen (38.), Nani (45.) und Robin Van Persie (90.) trafen.

Dass die Gelb-Roten kurz vor dem Finale stehen, hat große Bedeutung für den Verein. Da der Titel mit der Qualifikation für die Europa League gleichbedeutend wäre, könnte Galatasaray die von der UEFA wegen finanzieller Unzulänglichkeiten ausgesprochene Europapokalsperre schon im nächsten Jahr absitzen. In der Liga steht der Vorjahresmeister derzeit nur auf dem 8. Tabellenplatz. Zuletzt setzte es eine herbe Pleite in Antalya.

Zudem hätten Podolski und Co. die Chance, mit einem möglichen Sieg gegen den Erzrivalen Fenerbahçe die nach dem schlechten Saisonverlauf unzufriedenen Anhänger zu besänftigen. Vor wenigen Tagen endete das jüngste Duell zwischen den beiden mit einem 0:0. Zuvor war das Spiel wegen Terrorgefahr verschoben worden.

Für Fenerbahçe würde ein Sieg im Pokal neben Prestige womöglich auch den einzigen Titel in dieser Saison bescheren. In der Liga liegt man bei fünf ausbleibenden Spielen bereits fünf Punkte hinter Tabellenführer Beşiktaş zurück.