Döner ist nicht gleich Döner. Das merkt man spätestens dann, wenn man seinen Urlaub in der Türkei verbringt. Dann sieht man, dass unsere Version des Döners nicht sehr viel mit dem in der Türkei gemein hat. Im Herkunftsland wird nicht wie in Deutschland der Döner mit verschiedenen Soßen angereichert. Der Deutsche mag es zudem mit Weiß- oder Rotkohl, reichlich Salat und Zwiebeln. Die Türkeivariante ist dagegen anders. Dort kommen in den Döner neben dem Fleisch nur einige Tomaten und ein wenig Salatblätter, vielleicht auch ein wenig Peperoni rein.

Der Deutschtürke Yılmaz Baltacı wollte das ändern und brachte den deutschen Döner in die Türkei. Er eröffnete seinen Imbiss „Berlin Döner“ kurz vor Weihnachten in der Nähe des zentralen Taksim-Platzes. Die Zutaten für seinen Döner, wie etwa die Soßen, ließ er eigens aus Deutschland importieren. Bei den deutschen und arabischen Touristen kam sein Fast Food zwar gut an, doch schon bald bemerkte er, dass der deutsche Gaumen und der türkische unterschiedlich sind. Sein Projekt scheiterte.

Jetzt hat der 30-jährige eine andere Geschäftsidee. Er bereitet jetzt statt Döner Pizza zu. Aus „Berlin Döner“ wurde kurzerhand „Berlin Pizza“. Immerhin scheint er mit seiner Pizza den Geschmack der Türken besser getroffen zu haben.