Mit einer zehnminütigen Aktion wollen Nürnberger Dönerverkäufer ihre Solidarität mit den getöteten Kindern in Gaza und in anderen Orten der Welt zeigen. Von 12:00-12:10 Uhr wird heute kein einziger Döner verkauft.

Unter dem Motto „Kinder der Welt, sollen wegen Krieg nicht sterben“ wollen die Einzelhändler gegen die Tötung von unschuldigen Kindern weltweit sowie gegen das Schweigen der deutschen Öffentlichkeit und Politiker gegen das Unrecht protestieren.

Ahmet Can, Inhaber des Mevlana-Restaurants in Nürnberg, rief diese Aktion in die Welt. Die Vertreter der wichtigsten Dönerverkäufer in Nürnberg wollen sich um 12 Uhr am Plärrer vor dem Mevlana-Restaurant versammeln. In Nürnberg gibt es insgesamt 74 Dönerläden, von denen alle Inhaber und Mitarbeiter zusammen kommen wollen, um friedlich gegen das Unrecht auf der Welt zu protestieren. Can hofft, mit dieser Aktion die Menschen auf die Grausamkeiten aufmerksam machen zu können.

Die israelischen Angriffe im Gazastreifen halten seit drei Wochen an. Nach Angaben des Sprechers der palästinensischen Rettungsbehörden, Aschraf al-Kidra, in Gaza wurden seit dem 8. Juli mehr als 1360 Menschen getötet, darunter 315 Kinder, 166 Frauen und 58 ältere Menschen. 7680 Menschen wurden verletzt, mehr als die Hälfte davon sollen Frauen, Kinder und ältere Menschen sein.

Auf der israelischen Seite sind bisher 56 Soldaten und drei Zivilisten ums Leben gekommen. Mehr als 100 Soldaten werden noch in Krankenhäusern behandelt. (dtj/dpa)