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„Gefahr für unser Land“: Zentralrat der Juden mobilisiert gegen AfD

Archivfoto: Björn Höcke, Fraktionsvorsitzender der AfD im Thüringer Landtag, spricht während einer Parteiveranstaltung. Foto: Matthias Bein/dpa

Gut zwei Wochen vor der Bundestagswahl hat der Zentralrat der Juden einen Aufruf gegen die „Alternative für Deutschland“ gestartet.

„Wählen Sie am 26. September 2021 eine zweifelsfrei demokratische Partei und helfen Sie mit, die AfD aus dem Deutschen Bundestag zu verbannen“, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung des Zentralrats und Dutzender weiterer jüdischer Organisationen.

Die AfD sei eine Partei, in der „Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit ihren Nährboden finden“. AfD-Politiker hätten die Vernichtung der Juden während des Nationalsozialismus verharmlost, sie betrachteten Minderheiten als minderwertig und nähmen an Querdenker-Demos teil, wo Menschen „mit dem Tragen des sogenannten Gelben Sterns das erlittene Leid von Millionen Opfern der Schoa verhöhnen“. Die Partei sei „eine Gefahr für unser Land“.

Beatrix von Storch: „AfD hat mehr für Juden gemacht als andere“

Die AfD-Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch wies die Vorwürfe zurück. Mit Initiativen zum Verbot der Hisbollah, der Boykottbewegung BDS und zur Abschaffung der Kennzeichnung jüdischer Produkte aus dem Westjordanland habe „die AfD mehr für den Schutz jüdischen Lebens getan als jede andere Partei im Bundestag“. Die Partei rechne deshalb bei jüdischen Wählern mit starkem Zuspruch. „Daran wird auch der vor der Wahl inszenierte Aufruf von Funktionären wenig ändern“, erklärte von Storch, die Antisemitismusbeauftragte der AfD.

Zu den 60 Organisationen, die den Aufruf des Zentralrats unterstützen, gehören viele Landesverbände jüdischer Gemeinden sowie internationale Organisationen wie der World Jewish Congress.

dpa/dtj

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