Die New Yorker Filiale der türkischen Ziraat Bank ist ins Fadenkreuz der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) geraten. Bereits zuvor habe die Fed der Führung des türkischen Geldhauses ihre Bedenken mitgeteilt und 60 Tage Zeit gegeben, einen Aktionsplan auszuarbeiten, um intensiver gegen Geldwäsche vorzugehen, teilt die Fed auf ihrer Internetpräsenz mit. Inzwischen laufen in der Filiale die Ermittlungen auf Hochtouren. Das Tagesgeschäft soll aber weiterlaufen.

Derzeit könne nicht gesagt werden, wann die Ermittlungen beendet würden. Die Notenbank will aber ihre Ergebnisse in einem Bericht auf ihrer Internetseite veröffentlichen. Grund für die Ermittlungen seien Dollar-Transaktionen zwischen Juli 2012 und Dezember 2013. Bei einem Teil soll es sich um Gelder von Rıza Sarraf handeln, berichtet Rotahaber. Dessen Name tauchte im Zuge der Korruptionsermittlungen in der Türkei im Dezember 2013 immer wieder auf.

Auf eine Anfrage des Parlamentsabgeordneten Umut Oran von der Oppositionspartei CHP antwortete die Ziraat Bank, dass sie innerhalb der Frist ihren Aktionsplan den US-Behörden vorgelegt hätten. Das türkische Geldhaus warte derzeit auf eine Antwort der Fed.