Der Gesundheitswissenschaftler und Ethiker (Mitlglied im Deutschen Ethikrat) Ilhan Ilkılıç äußerte sich nun bezüglich der Kritik, dass Muslime trotz hoher Temperaturen fasten müssten.
Der Gesundheitswissenschaftler und Ethiker (Mitlglied im Deutschen Ethikrat) Ilhan Ilkılıç äußerte sich nun bezüglich der Kritik, dass Muslime trotz hoher Temperaturen fasten müssten.

Nach dem Kalender beginnt heute der Sommer, der längste Tag des Jahres ist erreicht. Muslime befinden sich im Fastenmonat Ramadan. Ist das bei diesen hohen Temperaturen schädlich? Das sagt ein Gesundheitswissenschaftler dazu:

Dr. İlhan İlkılıç, Gesundheitswissenschaftler und Mitglied des Deutschen Ethikrats, hat sich bezüglich der Kritik geäußert, dass Muslime trotz hoher Temperaturen fasten müssten. Diese seien kein Hindernis für erwachsene Muslime, die spirituelle und soziale Erfahrung des Fastens stünde hier im Vordergrund.

Gegenüber dem Evangelischen Pressedienst erklärte der Mediziner, der an der Mainzer Johannes-Gutenberg-Universität lehrt und forscht, dass man das Fasten im Ramadan durch vorträgliches oder nachträgliches Essen ausgleichen könne und dem Körper somit nicht schaden würde. Man dürfe dies nicht direkt mit einer Gesundheitsgefährdung gleichsetzen, da vor allem kranke Menschen bereits vom Fasten befreit seien.

Dennoch würden 40-70 Prozent der Diabetiker fasten, um ihrer religiösen Pflicht nachzukommen, obwohl sie es nicht müssten. Die spirituelle und soziale Erfahrung würde die Gläubigen vor allem motivieren und diese Entscheidung müsse man als Außenstehender akzeptieren.