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Türkei verschärft Strafen für Gewalt gegenüber Tieren

Archivfoto: Eine Katze sieht durch ein Gitter. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Gewalt gegenüber Tieren soll in der Türkei künftig härter bestraft werden. Die nun als Straftat geahndeten Vergehen könnten lange Gefängnisaufenthalte nach sich ziehen. Bislang waren es lediglich Geldstrafen.

Tierrechtlern, die seit Jahren für Gesetzesänderungen plädieren, gehen die neuen Regelungen nicht weit genug. In den meisten Fällen dürften Gerichte das Minimum von sechs Monaten anwenden und das Urteil weiterhin in eine Geldstrafe umwandeln, sagte der Vorsitzende der Tierrechtsorganisation Haytap, Ahmet Kemal Şenpolat.

Wer vorsätzlich ein Haustier tötet, kann laut Bericht nun mit bis zu vier Jahren Haft bestraft werden. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu, nachdem das türkische Parlament in der Nacht zum Freitag ein entsprechendes Gesetz verabschiedet hatte.

Höchststrafe: zehn Jahre Haft

Auf sexuelle Gewalt gegen Tiere stehen bis zu drei Jahre Haft. Die Höchststrafe von zehn Jahren kann demnach nur verhängt werden, wenn man mit dem Töten des Tieres zum Aussterben der Tierart beiträgt.

Zudem sind künftig Tierzirkusse verboten, ebenso die Eröffnung von Delfinparks. Bestehende Parks können dem Bericht zufolge weiter betrieben werden.

dpa/dtj

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