Cem Özdemir bei einer Rede.
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Der scheidende Grünen-Parteivorsitzende Cem Özdemir soll nach Aussage von Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt weiterhin eine tragende Rolle in der Partei spielen. «Cem Özdemir wird jetzt nicht irgendwo auf der Hinterbank verschwinden, sondern weiter an vorderster Stelle seine Stimme erheben», sagte Göring-Eckardt dem Sender «SWR Aktuell» vor der Grünen-Fraktionsklausur am Donnerstag. An welcher Position das genau sein werde, könne man noch nicht sagen.

Auf der zweitägigen Klausur wollen die Grünen am Freitag ihre Doppelspitze für die Bundestagsfraktion neu wählen. Dass Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter als Fraktionschefs wiedergewählt werden, gilt als sehr wahrscheinlich. Der scheidende Parteivorsitzende Cem Özdemir hat erklärt, sich nicht zu bewerben.

«Özdemir kann gut Leute erreichen»

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Dem Inforadio des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb) sagte Göring-Eckardt mit Blick auf Özdemir: «Mir geht es darum, dass er nach wie vor seine Stimme für die Grünen erhebt. Das, was er besonders gut kann, Leute zu erreichen, die sonst nicht erreicht werden können, gerade in den außenpolitischen Fragen, in den wirtschaftspolitischen Fragen für uns zu sprechen, und das wird auch gelingen.»

Vor der Fraktionsklausur sowie der Neuwahl des Parteivorsitzes Ende Januar stellte Göring-Eckardt klar, es gehe bei der Besetzung der Führungsposten nicht um die Einhaltung von Parteiprinzipien. Man habe in der Bundestagsfraktion auch schon Führungen gehabt, die nur aus Realpolitikern bestanden haben. Hofreiter vertritt den linken Flügel, Göring-Eckardt und Özdemir den Realo-Flügel. Die Fraktions-Chefin sagte, sie finde, «dass wir auch die verschiedenen Generationen an unserer Spitze abbilden sollten».

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dpa/dtj
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