ARCHIV- Foto: -/Pool Turkish Military/AP/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

In der Grenzregion zwischen Syrien und der Türkei haben sich Einheiten des türkischen Militärs und radikale Rebellengruppen schwere Gefechte geliefert. Türkische Einheiten hätten Gebiete in der Nähe des Grenzübergangs zur von Rebellen kontrollierten Provinz Idlib mit schwerer Artillerie unter Beschuss genommen, berichteten die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und Rebellengruppen am Sonntag. Einen Tag zuvor hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Samstag von einer «ernsthaften Operation» in Idlib gesprochen.

Opferzahl nicht bekannt

Der Beschuss habe vor allem Gebiete um den Grenzort Kafar Lusein getroffen. Mehrere Geschosse seien auch in der Nähe eines Flüchtlingslagers eingeschlagen, hieß es aus Rebellenkreisen. Berichte über Opfer lagen zunächst nicht vor. Kämpfer des islamistischen Rebellenbündnisses Haiat Tahrir al-Sham (HTS), zu dem auch der frühere Al-Kaida-Ableger Al-Nusra-Front gehört, feuerten auf einen türkischen Militär-Bulldozer.

Deeskalationszone in Idlib

Die Türkei hatte sich mit Russland und dem Iran auf die Einrichtung einer sogenannten Deeskalationszone in Idlib verständigt. Radikale Gruppen sind von der Feuerpause ausgenommen.

[paypal_donation_button]

dpa/dtj