Die Griechen haben am Donnerstag den 40. Jahrestag des Sturzes der Obristenjunta (1967-1974) und der Wiederherstellung der Demokratie am 24. Juli 1974 gefeiert. Staatspräsident Karolos Papoulias würdigte alle Griechen, die Widerstand geleistet hatten. Es äußerte in einer Erklärung seine Dankbarkeit für diejenigen, die für den Sturz der Junta gekämpft hatten.

Gleichzeitig aber warnte er davor, dass die schwere Finanzkrise wieder Kräfte hervorgerufen habe, die „den Hass propagieren“. Papoulias meinte damit die rassistische und rechtsextreme Partei Goldene Morgenröte, die drittstärkste Kraft bei den Europawahlen im Mai geworden war.

Die Obristen stürzten die legale Regierung in Griechenland am 21. April 1967. Das diktatorische Regime brach am 24. Juli 1974 unter der Last seiner Machenschaften zusammen. Zuvor hatten sie mit einem Putsch der von griechischen Offizieren geführten zyprischen Nationalgarde den zyprischen Präsidenten Erzbischof Makarios III. gestürzt. Als die Türkei dann zum Schutz der türkischen Zyprer militärisch eingriff und im Nordteil der Insel landete, gerieten die Obristen in Panik und übergaben die Macht an die Politiker des Landes. (dpa/dtj)