Zum ersten Mal in der Geschichte der Champions League wird ein türkischer Schiedsrichter das Endspiel in diesem renommierten Wettbewerb leiten.

Diese Ehre wird Cüneyt Çakır zuteil, der am 6. Juni in Berlin das Champions-League-Finale zwischen dem FC Barcelona und Juventus Turin pfeifen. Das gab die Europäische Fußball-Union am Montag bekannt. Der 38 Jahre alte Çakır leitete in dieser Saison bereits vier Partien in der Königsklasse, darunter das Achtelfinal-Hinspiel zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Chelsea, sowie drei Spiele in der Europa League. Für das Europa-League-Finale am 27. Mai in Warschau zwischen Dnjepr Dnjepropetrowsk und dem FC Sevilla nominierte die UEFA den Engländer Martin Atkinson.

Çakır gilt als der beste türkische Schiedsrichter seit Ahmet Çakar. Im vergangenen Sommer war er der erste türkische Schiedsrichter, der bei einer WM-Endrunde dabei war. Es war sein zweites großes Turnier nach der Europameisterschaft 2012. In Brasilien leitete er das Halbfinale zwischen den Niederlanden und Argentinien.

Çakır ist seit 2006 FIFA-Schiedsrichter. Seit 2011 zählt er zur Elite-Gruppe der UEFA-Schiedsrichter und ist berechtigt, Champions-League-K.O.-Spiele zu pfeifen. Bei der Wahl zum Welt-Schiedsrichter des Jahres 2012 wurde er Anfang 2013 Zweiter. Im vergangenen Jahr landete er auf dem achten Platz.

Der in Istanbul geborene Çakır hat Betriebswirtschaftslehre studiert und ist hauptberuflich als Versicherungsmakler tätig.