Der Sarkophag des Herakles in Antalya. Quelle: http://www.antalyamuzesi.gov.tr

Anatolien ist eine Land mit einer der längsten Zivilisationsgeschichte. Hier haben schon vorher die Summerer, Kimmerer, Römer, Lyder, Phygrer, Perser, Kurden, Aaraber und Turkvölker gelebt und die Liste würde sich noch beliebig fortführen. Die Geschichte Anatoliens ist bunt -plural, divers, multiethnisch, multikulturell. Dementsprechend ist auch die Türkei reich an historischen Schätzen. Da nur ein Bruchteil historischer Reliquien und Schätze gefunden wurden, ist die Türkei auch heute noch eine Schatzkiste für begeisterte Entdecker. Diese wertvollen Schätze werden aber nicht nur von aufrichtigen Entdeckern und Forschern begehrt. Viele Diebe für historische Schätze haben die Fühler auf die Landesgrenzen der Türkei erstreckt. Auch im Ausland ist man hinter den wertvollen historischen Gegenständen der Türkei her. Das hat sich über Jahre hinweg regelrecht zu einer globalisierten Kriminalität entwickelt. 

So sind aus der Türkei mehrere Tausend historische Schätze verschwunden. Wie viele Schätze genau aus dem Land geschmuggelt wurden, ist nicht klar. Klar ist hingegen, dass das zuständige Ressort des türkischen Ministeriums für Kultur und Tourismus es geschafft hat, über 4.000 historische Gegenstände zurückzuholen. Dazu waren aufwendige Recherchen und Reisen notwendig. Das zuständige Ressort reist dazu in aller Welt herum, um Schätze genauer unter die Lupe zu nehmen. Bei festgestellten Schätzen setzt das Ressort alles daran, diese ins Land zurückzuholen. Das ist auch ein diplomatischer Prozess. Yaşar Kurt ist der Leiter dieser Abteilung. Es gebe noch historische Schätze, von denen man wisse, wo sie sich befinden, aber auch viele, über deren derzeitigen Standort man nichts wisse. In Boston, Berlin und sogar im Königlichen Museum von Belgien gebe es historisch wertvolle Schätze. Museumsbesucher sind aufgefordert, sich bei Auffälligkeiten an die zuständige türkische Behörde zu wenden.

Großer Erfolg für die Türkei

Einen großen Erfolg erlangte die Türkei, als sie vor wenigen Wochen ein über 1800 Jahre altes Sarkophag (Sarkophag des Herakles) aus der Schweiz in die Türkei zurückbringen konnte. Der Sarkophag wurde 1958 bei Konya gefunden und wahrscheinlich 1960 aus dem Land geschmuggelt. Vergangene Woche wurde der Sarkophag dann wieder im Museum von Antalya ausgestellt. Mustafa Demirel, der Leiter des Museums, freut sich über die Ausstellung. Der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu sagte er, durch den Sarkophag sei das Interesse am Museum wieder größer geworden. 

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