Vergangene Woche reiste die Großmutter von US-Präsident Barack Obama nach Mekka, an den heiligsten Ort für Muslime.

Die 94-jährige Sara Omar absolvierte die gesamte Umra-Fahrt mit einem Rollstuhl. Begleitet wurde sie von ihrem Sohn Saeed und ihrem Enkel Mousa Obama. Nach Abschluss der Umra besuchte Omar in Mekka eine Ausstellung über das Leben des Propheten, bei der sie ihre Tränen nicht halten konnte.

Ihre Eindrücke schilderte sie mit folgenden Worten: „Ich bin sehr glücklich, diese Ausstellung besucht zu haben. Sie ist ein gutes Beispiel für eine friedliche Ausbreitung des heutigen Islams.“ Nach einer kurzen Verschnaufphase fügte sie hinzu: „Der Koran und die Sunna des Propheten lehren den Muslims Toleranz und Geduld. Die Errettung der Menschheit geht einzig und allein über die Einhaltung dieses Weges.“

Anders als bei der Pilgerfahrt Hadsch – eine Reise in die Städte Mekka und Medina, die jeder gesunde und finanziell abgesicherte Muslim mindestens einmal im Leben zu unternehmen hat – kann die Umra zu jeder Zeit des Jahres durchgeführt werden.

Dieser Besuch warf wieder die Frage auf, ob Obama ein Muslim sei, wie rechte Kritiker seit seinem Amtsantritt in diffamierender Absicht wiederholt behauptet hatten. Bezüglich dieser Behauptungen antwortete der US-Präsident im Rahmen des Korrespondenten-Dinners im Weißen Haus auf seine eigene Art: „Es ist nicht einfach, Präsident zu sein. Das kaputte Einwanderungssystem reparieren, Vetodrohungen ausstoßen, mit dem Iran verhandeln und dazu noch die Zeit finden, fünf Mal am Tag zu beten“.