Grüne kritisieren Plakataktion des Innenministeriums

(dpa) – -Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck sprach im „Handelsblatt Online“ von einer „abwegigen Kampagne“. Die Plakate müssten wieder eingestampft werden. Zuvor hatten bereits muslimische Verbände und die Antidiskriminierungsstelle des Bundes Kritik geübt.

Die Kampagne wendet sich gegen eine islamistische Jugendlicher und junger Erwachsener. Die Plakate ähneln Vermisstenanzeigen. Der Text lautet zum Beispiel: „Das ist unser Sohn. Wir vermissen ihn, denn wir erkennen ihn nicht wieder. Wir haben Angst, ihn ganz zu verlieren an religiöse Fanatiker und Terrorgruppen.“

Dazu sagte Beck: „Wir brauchen keine fiktiven Steckbriefe im öffentlichen Raum, mit denen ganze Gruppen unter Generalverdacht gestellt werden.“ Damit werde die gesellschaftliche Spaltung befördert und die islamische Gemeinschaft gedemütigt.