Fußball: Champions League, Manchester City - Borussia Mönchengladbach, Gruppenphase, Gruppe C, 1. Spieltag am 14.09.2016 im Etihad Stadium, Manchester. Manchesters Ilkay Gündogan (l) geht mit dem Ball an Gladbachs Mahmoud Dahoud vorbei. Foto: Guido Kirchner/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Über vier Monate war er verletzungsbedingt weg, das Transfer-Hickhack nervte nicht nur Borussia Dortmund. Doch am Mittwoch feierte İlkay Gündoğan ein in dieser Form nicht für möglich gehaltenes Comeback.

Sein Debüt für Manchester City gegen die andere Borussia aus Mönchengladbach kam auch für ihn überraschend. Trainer Pep Guardiola hatte ihn erst wenige Stunden vor Anpfiff in seine Pläne eingeweiht und ihn gefragt, ob er sich bereit fühle, zu spielen.

Und Guardiola, der sich schon vor einigen Jahren als großer Fan des deutschen Nationalspielers outete, lag mit seiner Entscheidung, ihn ins kalte Wasser zu werfen, goldrichtig. Gündoğan drückte dem Mittelfeld seinen Stempel auf, fiel auch immer wieder mit offensiven Aktionen auf und holte gar einen Elfmeter heraus.

Erschöpfung und Erfolg als Droge

„Ich bin so glücklich, dass sich all die Reha-Einheiten, die ich allein absolviert habe, was frustrierend ist, all die Mühe in den vergangenen Monaten, dass sich das ausgezahlt hat. Erschöpft und erfolgreich zu sein, mit den Fans zu feiern – das ist wie eine Droge“, erklärte er nach dem Spiel seine Zufriedenheit.

Es passiert nicht oft, dass ein Verein einen verletzten Spieler verpflichtet. Bei Gündoğan ging City das Risiko ein, auch weil Guardiola darauf bestand.

„Er ist so gut, so intelligent, so großartig, so gefährlich, so wunderbar“, lobte Guardiola: „Ich bin froh, dass Txiki Begiristain (City-Sportdirektor – Anm. d. R.) ihn für mich verpflichtet hat.“

Bleibt der Deutsch-Türke vom schlauchenden Verletzungspech der letzten Jahre verschont, wird man in den nächsten Monaten wohl noch öfter solche Lobhudeleien auf den bald 26-Jährigen zu hören bekommen.