Mekka: Gläubige umrunden die Kaaba in der Großen Moschee mit Sicherheitsabstand. Saudi-Arabien hat die Zahl der Pilger in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie auf 60 000 begrenzt. Die Wallfahrt wird zudem nur Gläubigen erlaubt, die im Königreich leben. Foto: -/Saudi Ministry of Media/dpa

Zum zweiten Mal seit Ausbruch der Corona-Pandemie findet in Saudi-Arabien ab diesem Sonntag die islamische Wallfahrt Hadsch statt.

Die Zahl der zulässigen Pilger wurde von 10.000 im vergangenen Jahr auf rund 60.000 Gläubige erhöht. Das ist immer noch ein Bruchteil der mehr als zwei Millionen Muslim:innen, die sich 2019 an der Wallfahrt beteiligt hatten. Hunderte Gläubige trafen bereits am Samstag in Mekka ein. Wie im vergangenen Jahr sind wegen der Pandemie keine ausländischen Pilger zugelassen.

In Saudi-Arabien wurden bisher 507.000 Infektionen mit dem Coronavirus und 8000 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Zehn Prozent der Bevölkerung des Königreichs sind laut Statistik-Website Our World In Data vollständig gegen das Virus geimpft, weitere 43 Prozent haben eine erste Dosis erhalten.

Mehr Schutz durch Roboter

Beim diesjährigen Hadsch gelten erneut strenge Regeln, um eine weitere Ausbreitung des Virus möglichst zu verhindern. Dazu gehören Abstandsregeln und Maskenpflicht sowie Roboter, die im Hof der Großen Moschee von Mekka etwa Desinfektionsmittel versprühen. Alle teilnehmenden Pilger müssen geimpft und zwischen 18 und 65 Jahren alt sein sowie in Saudi-Arabien leben.

Für Muslim:innen zählt die Wallfahrt zu den fünf Grundpflichten. Jede und jeder Muslim:in, die/der gesund ist und es sich leisten kann, sollte einmal im Leben nach Mekka pilgern. Für die weite Anreise aus Asien, Afrika oder anderen Teilen der Welt sparen viele von ihnen Jahre. Die Wallfahrt, die auch durch Reisebüros und Touranbieter organisiert wird, kostet für gewöhnlich schnell mehrere Tausend Euro.

Höhepunkt der Hadsch ist das viertägige Opferfest, das am Dienstag beginnt.

dpa/dtj