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Panorama

Hamburg: US-Botschaft warnt vor Besuch der Sperrzone

Nach der ruhigen Nacht zum Dienstag ist es wieder zu Ausschreitungen Linksextremer gegen Polizeibeamte im Anschluss an eine Demonstration gekommen. Das Gefahrengebiet in Teilen der Hansestadt soll bis auf weiteres bestehen bleiben. (Foto: reuters)

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Polizisten in Hamburg

Die Gewalt in Hamburg geht weiter. Nach einer anfänglich friedlichen Spontan-Demonstration in Hamburg gegen das umstrittene, von der Polizei ausgewiesene Gefahrengebiet in Teilen von St. Pauli, Altona und dem Schanzenviertel haben gut 100 Menschen randaliert.

Ein Polizeisprecher sagte am Mittwochmorgen, aus der Gruppe heraus seien in der Nacht nahe dem U-Bahnhof Schlump am Schanzenviertel Feuerwerkskörper auf Polizisten geworfen worden. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen auf beiden Seiten niemand. Die Beamten nahmen 17 Personen in Gewahrsam. Auf der eigentlichen Demonstration war es überwiegend ruhig geblieben.

Knapp 600 Menschen aus dem linken und linksextremen Spektrum hatten sich am Dienstagabend im Stadtteil St. Pauli getroffen, um gegen das von der Polizei eingerichtete Gefahrengebiet in der Hansestadt zu demonstrieren. Auch hier kam es zwar zu vereinzelten Böllerwürfen, ansonsten blieb die spontan angemeldete Kundgebung laut Polizei aber friedlich. Offenbar zogen Teile der Demonstranten anschließend ins Schanzenviertel weiter.

Das Gefahrengebiet war am Wochenende in der Hansestadt eingerichtet worden, nachdem Polizisten bei Krawallen angegriffen und teilweise schwer verletzt worden waren. Es soll vorerst bestehen bleiben, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Polizisten dürfen in dem Gebiet verdachtsunabhängig Personen kontrollieren.

Ein Polizeisprecher berichtete am Mittwochmorgen, dass in der Nacht zudem ein Kleinwagen in Altona brannte. Ob es einen Zusammenhang zu den Demonstrationen gab, war zunächst unklar.

Die US-Botschaft in Berlin hat am Dienstag per E-Mail eine eindringliche Warnung an Landsleute verbreitet, die in Hamburg leben oder die Stadt in den nächsten Tagen besuchen möchten. Dies berichtet der Tagesspiegel. Sie sollten in der zum Gefahrengebiet erklärten Sperrzone Vorsicht walten lassen, „besonders in der Nähe von großen Versammlungen, Protesten oder Demonstrationen”, heißt es darin. Das „Gefahrengebiet” war ausgewiesen worden als Konsequenz aus den Auseinandersetzungen am 21. Dezember in Hamburg. (dpa/dtj)